Deutsche Festungen
rund um Metz


Festungen,
die zwischen 1971 und 1918
im sog. Reichsland Elsass-Lothringen
errichtet wurden.



Bei Interesse ...

Karten: historische Karten der Stadt Metz
Chronik: Ausbau der Festungsgürtel von Metz
Chronik: Kämpfe um Metz im Jahr 1944



Metz - Festungsstadt in Frankreich

Die französische Stadt Metz galt lange Zeit als die am besten befestigte Stadt in Europa. Der Ausbau der vielfältigen Wehranlagen begann 1674 durch den Festungsbaumeister Vauban. Einen richtigen Schub erlebten die Bautätigkeiten jedoch während der deutschen Besetzung von Lothringen seit dem Jahr 1871. Das Kaiserreich wollte die Region und die dort vorhandenen Verkehrsknotenpunkte sichern. Sie spielten bei der Realisierung des Schlieffen-Plans eine entscheidende Rolle. Deswegen errichtete das deutsche Militär in schneller Folge etliche neue Festungsanlagen - teilweise vollendeten sie bereits von den Franzosen vor 1870 begonnene Projekte und teilweise errichteten sie komplett neue Festungsanlagen weit vor den Toren der Stadt. Sie entwickelten sogar einen der damaligen Waffentechnik angepassten, neuen Festungstyp: die Feste.


Metz - Festungsstadt in Frankreich

Metz ist eine Stadt mit gut 120.000 Einwohnern im Nordosten Frankreichs. Sie ist Hauptstadt des Départements Mosel und zugleich auch Hauptstadt der Region Lothringen. Metz besitzt viele Schätze und ich kann jedem Interessierten nur einen Abstecher dorthin empfehlen. Es wird sich lohnen.

Historische Ansichtskarte - Metz

Alte Postkarte von Metz.
Weitere historische Postkarten aus
der deutschen Zeit von Metz.

Metz hat seinen Besuchern viel zu bieten. Insbesondere Personen, die sich für Militär- und Festungsgeschichte interessieren kommen hier auf ihre Kosten. Rund um die Stadt gibt es nämlich einen umfangreichen Festungsgürtel, der gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Einige Festungen haben heute musealen Charakter. Andere wiederum – meist die, die etwas außerhalb der Stadt liegen – schlummern schon seit Jahren und sind im ursprünglichen Zustand noch recht gut erhalten.

Die militärische Geschichte der Stadt Metz reicht jedoch bis in das Jahr 52. v. Chr. zurück. Seinerzeit errichteten die Römer hier eine Etappenstation, die im Laufe der Zeit zu einer ansehnlichen Siedlung ausgebaut wurde. Diese Bauten waren in den folgenden Jahrhunderten der Grundstock, der von den Machthabern ergänzt und stetig ausgebaut wurde. Natürlich entstanden auch neue Wehranlagen – beispielsweise ab 1445 das sogenannte Deutsche Tor. Es war eines von sieben befestigten Stadttoren.


Deutsche Festungen rund um die Stadt Metz

Der systematische Ausbau aller Wehranlagen, der auch den Ruf von Metz als eine der am besten befestigten Stadt in Europa begründete, begann 1674. Unter der (anfänglichen) Leitung des berühmten französischen Festungsbaumeisters Vauban wurde bis Ende des 17. Jahrhunderts eine Reihe neuer Festungen errichtet. Ab 1728 entstand beispielsweise zwei der Stadt vorgeschobenen Werke – das Fort Moselle und Belle Croix.

Gut einhundert Jahre später – ab 1867 – entstanden weitere Wehranlagen vor den Toren der Stadt. Sie werden als erster Festungsgürtel bezeichnet. Die Anlagen wurden noch von den Franzosen erdacht und anfänglich errichtet. Mit dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 mussten die Arbeiten jedoch ruhen. Sie wurden später wieder aufgenommen, dann vom deutschen Militär. Denn der Krieg ging für Frankreich verloren und man musste die Regionen Elsass und Lothringen an das Kaiserreich abtreten. Bereits zehn Tage nach Übernahme von Metz befahl der Kaiser den Ausbau der Festungsanlagen. Warum? Nun, das von den Deutschen gegründete Reichsland Elsass-Lothringen sollte eine Schutzfunktion übernehmen.

Im Falle eines erneuten Krieges mit Frankreich rechnete man hier mit einem Angriff. Dann würden jedoch die Kampfhandlungen nicht auf deutschem Gebiet beginnen, sondern im französischen Elsass und Lothringen. Außerdem war Metz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für Truppen- und Materialtransporte.

Ab 1905 kam der Region und insbesondere Metz mit seinen Verkehrswegen eine weitere Bedeutung zu. Generalfeldmarschall von Schlieffen erdachte den Schlieffen-Plan von 1905. Er sah vor, dass ein Krieg mit Frankreich über Belgien geführt werden sollte. Dazu war es notwendig, dass das Reichsland Elsass-Lothringen als Bollwerk diente, damit französische Truppen nicht von hier aus in Deutschland hätten einmarschieren können.

Kurzum: Metz musste "die Stellung halten".
Das war zwingend notwendig - aus des Kaisers Sicht.



Mit Zähnen gesicherter Zugang zum Infanteriewerk - Feste Wagner - Groupe fortifié de l'Aisne - Metz - Frankreich

Feste Wagner (frz. Groupe fortifié de l'Aisna) südlich von Metz bei Verny

Festungen rund um Metz




Ich hoffe,
dass wir das Schwert
mit Gottes Hilfe so führen
werden, dass wir es mit Ehre
wieder in die Scheide stecken.

Kaiser Wilhelm II.
letzte deutsche Kaiser
1859-1941

kaiser, wilhelm,

Der Ausbau der Festungen rund um Metz
war letztlich eine Vorbereitung auf den Ersten Weltkrieg
- auch wenn die Festungen dort keine nennenswerte Rolle spielten.




Erster Festungsgürtel rund um Metz

Festungen in Frankreich

Zweiter Festungsgürtel rund um Metz

Festungen in Frankreich

Infanteriestellungen und kleinere Forts - zweiter Festungsgürtel rund um Metz



Wissenswert.

Die Festungsstadt Metz fasziniert mich schon lange. Doch erst jetzt habe ich eine Chronik des Ausbaus der Stadt zu einer Festungsstadt durch das Kaiserreich erstellt.

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Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen Festungen rund um Metz erfahren möchtest, lade Dir die KMZ für Google Earth herunter. Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.

Metz galt lange Zeit als uneinnehmbare Festungsstadt in Frankreich. Selbst der Festungsbaumeister Vauban hat sich hier verewigt. Ich habe dazu historische Karten zusammengetragen.

    • LINK: WISSENSWERTES

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