Regelbau 509a - Artillerieleitstand
Spichern-Stellung

Westwall im Saarland

Westwall - Siegfried-Linie
Bunker der deutschen Verteidigungslinie,
die zwischen 1938 und 1940 entstand und
über eine Länge von 630 Kilometern die
Westgrenze Hitler-Deutschlands sichern sollte.

Der Spicherer Berg ist ein Höhenzug in
der Nähe von Saarbrücken, der noch heute
durchzogen ist von Verteidigungsanlagen
aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Die Spichern-Stellungen bei Saarbrücken

Regelbau 509 a - Westwall - Spichern-Stellung

Regelbau 509 a - Westwall - Spichern-Stellung

Die Spicherer Höhen zeugen noch heute von den schweren Kämpfen, die sich hier zum Ende des Zweiten Weltkriegs ereigneten. Die deutsche Wehrmacht errichtete hier vorgelagerte Stellungen des Westwalls. Eigentlich gehört der Bergrücken bereits zu Frankreich, aber die Franzosen gaben ihn bereits zu Beginn des Krieges auf, um sich hinter die nahe gelegene Maginot-Linie zurückzuziehen. Die Spicherer Höhen waren strategisch wichtig, denn sie stellten einen wichtigen Zugang zu Saarbrücken und damit zum Saargebiet mit seinen Stahlfabriken und Kohlegruben dar.

Die Deutschen errichteten entlang der Spicherer Höhen etliche Bunker, die ich hier teilweise vorstelle. Im Wesentlichen errichteten Sie schwere Maschinengewehr-Kasematten (Regelbau 503 – insgesamt 3x) und weitere Bereitschaftsräume, die im Wald verteilt sind (Regelbau 51 – ebenfalls 3x). Eine Besonderheit stellt der Regelbau 509a dar. Dabei handelt es sich um einen behelfsmäßigen Artilleriebefehlsstand. Er war an vorderster Front, so dass von hier aus die eigene Artillerie gelenkt werden konnte.

Der Regelbau 509 ist ein behelfsmäßiger Artilleriebeobachter, der meist nahe der Hauptkampflinie platziert wurde. Sie sind recht selten. Entlang des Westwalls findet man nur wenige von Ihnen - es gibt jedoch noch wenige im Saarland und Rheinland-Pfalz. Letztlich ist dieser Regelbau auch ein Kompromiss aus der Notwendigkeit, an vorderster Front eine Stellung vorzuhalten, von der aus man das Feuer der eigenen Artillerie leiten konnte und dem allgegenwärtigen Materialmangel beim Bau des Westwalls. Der 509er besteht auf einem unterirdischen Beobachtungsraum, welcher über durch eine MG-Schartenplatte geschützt wurde. Hier ist ein Scherenfernrohr installiert, welches eine gute Rundumsicht ermöglichte. Dem Beobachtungsraum vorgelagert ist ein Bereitschaftsraum, der für fünf Soldaten samt Material ausgelegt war.




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