Zur Einleitung: ein Blick in die Geschichte

Um die damalige Zeit und insbesondere die Strategien beim Bau neuer Festungen im Deutschen Kaiserreich zu verstehen, erfordert einen kurzen Blick in die Geschichte:

18. Januar 1871 ... Schloss von Versailles: Der preußische König Wilhelm I. wird zum deutschen Kaiser ausgerufen. Fürsten und adlige Militärs waren anwesend, um dieses Jahrhundertereignis gebührend zu feiern und Wilhelm I. entsprechend zu huldigen. Während im Schloss von Versailles dieses Illustre Publikum feierte, tobte nicht weit von ihnen noch der Deutsch-französische Krieg - eine kurze Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich. Deutschland gewann diesen Krieg. Es war ein schneller Sieg, denn die Kämpfe dauerten nicht einmal ein Jahr. Seine folgen waren allerdings weitreichend - bis ins 19. Jahrhundert hinein. Dazu aber gleich mehr.

Kaiser Wilhelm I.

Die ersten Jahres des deutschen Reichs bestimmten Kaiser Wilhelm I. und sein Reichskanzler Otto von Bismarck mit seinen weitreichenden Befugnissen die Geschicke des Landes. Unter ihrer Führung wurde Deutschland außenpolitisch inmitten Europas ein wirtschaftlich und militärisch starker Nationalstaat.

Die Nachbarn sahen das mit Argwohn. Das galt insbesondere für Frankreich - nicht zuletzt, weil man die Schmach des verlorenen Krieges 1870/71 nicht überwinden konnte. Zentrales Ziel der Bismarck'schen Außenpolitik war es daher, im Fall eines Krieges Deutschland vor einem Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland zu schützen.

Kaiser Wilhelm I. verstarb am 9. März 1888. Drei Tage später wurde sein Sohn, Friedrich III., zum neuen Kaiser proklamiert. Bereits 99 Tage nach seinem Amtsantritt, am 15. Juni 1888, starb Friedrich III. an Kehlkopfkrebs.

Aufgrund der kurzen Amtszeit wird er auch als „99-Tage-Kaiser“ bezeichnet. Gerade einmal zehn Tage nach seinem Tod wurde sein 29-jähriger Sohn als Kaiser Wilhelm II. inthronisiert. Mit dem Tod Friedrich III. und der Machtübernahme Wilhelm II. ging auch nach und nach die Ära Otto von Bismarcks zu Ende.


"Ehe die Theorie des ewigen Friedens allgemein zur Anerkennung gelangt, werden noch manche Jahrhunderte vergehen."

Kaiser Wilhelm II.
letzter deutscher Kaiser
1859-1941

Er wurde 1890 aus seinem Amt entlassen. Damit änderte sich auch grundlegend die deutsche Außenpolitik. Historiker sagen heute häufig, dass damals bereits der Grundstein für den Ersten Weltkrieg gelegt wurde. Denn: Fortan formulierte Kaiser Wilhelm II. für Deutschland eine ‚Weltgeltung‘. Er verabschiedete sich von der bisherigen Bündnispolitik und versuchte dem wirtschaftlich starken Deutschland eine Vormachtstellung zu sichern.

Obwohl Kaiser Wilhelm II. immer wieder seinen guten und friedlichen Willen bekundete, zerschlägt er in den Folgejahren durch wenig diplomatische Aussagen und seinem wechselhaften Verhalten auf europäischer Bühne viel Porzellan. Er überschätzt seinen Einfluss – beispielsweise auf den verwandten russischen Zaren. All dies lieferte den Ententemächten, die sich durch das wirtschaftlich und militärisch aufstrebende Deutschland bedroht fühlen, willkommene Anlässe, sich durch neue Bündnisse zusammenzuschmieden. Das wiederum führt dazu, dass sich das Deutsche Kaiserreich eingekreist fühlt und in Österreich seinen letzten großen Verbündeten sieht.

Aufgrund der kurzen Amtszeit wird er auch als „99-Tage-Kaiser“ bezeichnet. Gerade einmal zehn Tage nach seinem Tod wurde sein 29-jähriger Sohn als Kaiser Wilhelm II. inthronisiert.

Mit dem Tod Friedrich III. und der Machtübernahme Wilhelm II. ging auch nach und nach die Ära Otto von Bismarcks zu Ende. Er wurde 1890 aus seinem Amt entlassen. Damit änderte sich auch grundlegend die deutsche Außenpolitik. Historiker sagen heute häufig, dass damals bereits der Grundstein für den Ersten Weltkrieg gelegt wurde. Denn: Fortan formulierte Kaiser Wilhelm II. für Deutschland eine ‚Weltgeltung‘. Er verabschiedete sich von der bisherigen Bündnispolitik und versuchte dem wirtschaftlich starken Deutschland eine Vormachtstellung zu sichern.

Obwohl Kaiser Wilhelm II. immer wieder seinen guten und friedlichen Willen bekundete, zerschlägt er in den Folgejahren durch wenig diplomatische Aussagen und seinem wechselhaften Verhalten auf europäischer Bühne viel Porzellan. Er überschätzt seinen Einfluss – beispielsweise auf den verwandten russischen Zaren. All dies lieferte den Ententemächten, die sich durch das wirtschaftlich und militärisch aufstrebende Deutschland bedroht fühlen, willkommene Anlässe, sich durch neue Bündnisse zusammenzuschmieden. Das wiederum führt dazu, dass sich das Deutsche Kaiserreich eingekreist fühlt und in Österreich seinen letzten großen Verbündeten sieht.

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Impressionen von deutschen Festungen - errichtet zwischen 1871 und 1918

  • Feste Wagner - deutsche Festung bei Metz
    Feste Wagner - deutsche Festung bei Metz
  • Feste Wagner - deutsche Panzerfestung bei Metz
    Feste Wagner - deutsche Panzerfestung bei Metz
  • Feste von der Goltz - deutsche Festung bei Metz
    Feste von der Goltz - deutsche Festung bei Metz
  • Feste Kaiser Wilhelm II bei Straßburg - deutsche Panzerfestung
    Feste Kaiser Wilhelm II bei Straßburg - deutsche Panzerfestung
  • Deutsche Panzerfestung Lothringen bei Metz
    Deutsche Panzerfestung Lothringen bei Metz
  • Batterie Plappeville bei Metz
  • Panzerfestung Haeseler - deutsche Festung bei Metz
    Panzerfestung Haeseler - deutsche Festung bei Metz
  • Panzerfestung bei Metz - Feste Kaiserin
    Panzerfestung bei Metz - Feste Kaiserin
  • Panzertürme und Festungsartillerie im 19. und 20. Jahrhundert
    Panzertürme und Festungsartillerie im 19. und 20. Jahrhundert
  • Feste Friedrich Karl - deutsche Panzerfestung bei Metz
    Feste Friedrich Karl - deutsche Panzerfestung bei Metz
  • Gepanzerter Beobachter der Feste Friedrich Karl bei Metz
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