Historische Fotografie von Besançon | Quelle: gallica.bnf.fr / BnF - 15-9-11, Besançon - la citadelle et ses remparts surplombant la ville - photographie de presse

Quelle: gallica.bnf.fr / BnF - 15-9-11, Besançon
Historische Fotografie von Besançon mit der Zitadelle



Die Geschichte von Besançon als bedeutende Festungsstadt

Plan von Besançon - Quelle: gallica.bnf.fr / BnF - konkret: Nouveau plan de Besançon. 1926/27.

Quelle: gallica.bnf.fr / BnF - Nouveau plan de Besançon. 1926.

Besançon ist heute eine malerische Festungsstadt mit einer bewegten Geschichte: Die strategisch günstige Lage der Stadt machte sie im Verlauf der letzten Jahrhunderte wiederholt zum Zankapfel europäischer Königshäuser. Einst gehörte sie zum Deutschen Reich unter Kaiser Karl V.. Er ließ Besançon zu Beginn der Renaissance befestigen und machte sie damit zu einem Bollwerk zum Schutz seines riesigen Reiches. Später fiel Besançon an das spanische Königshaus und war quasi Außenposten spanischer Interessen im Herzen Europas. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts gehört Besançon zu Frankreich. König Ludwig XIV. soll selbst bei der Belagerung und anschließenden Einnahme der Stadt zugegen gewesen sein, was die Bedeutung dieses Flecken Erde für die französische Krone zeigt. Er war es auch, die von Pest, Hungersnöten und etlichen Kriegen gezeichnete Stadt abermals auszubauen. Er verpasste Besançon die die Stadt weithin sichtbar und alles überragende Zitadelle, die lange Zeit als uneinnehmbar galt. Sein Baumeister war Sébastien Vauban, der sich mit diesem Werk ein Denkmal setzte.

Besançon hat seine bewegte Geschichte seiner strategisch günstigen Lage zu verdanken: Sie befindet sich im heutigen Osten Frankreich – dort, wo das Massiv des Juragebirges in die fruchtbare Ebene des France-Comté übergeht. Es ist (aus Osten kommend) quasi der Zugang zu dieser wirtschaftlich attraktiven Region. Sie Stadt selbst wurde auf einer Schleife des Flusses Doubs gegründet. Dieser in den letzten Jahrhunderten bedeutende Wasserweg macht hier eine Wendung, die wir ein großes Omega aussieht. Das wiederum führte dazu, dass Besançon von drei Seiten mit Wasser umgeben war, so dass man die Stadt sehr gut verteidigen konnte.

Kurzum: Besançon liegt in einer wirtschaftlich attraktiven Region, an einer wichtigen Verkehrsader und man konnte sie obendrein gut verteidigen. Ideale Bedingungen, um in den Fokus der Herrscherhäuser vergangener Zeit in Europa zu gelangen.


Weitere Informationen:

- Plans de Besançon et de ses travaux de défense par Vauban.
- Recueil des plans des places du Royaume. Plan 78.
- Nouveau plan de Besançon - 1926/27.



Festungen Besançon:

Festungen, die von Sébastien Vauban,
Michaud d'Arcon und Francois Haxo
errichtet wurden:

- Zitadelle von Besançon (1675-1708)
- Fort Griffon (1680-1683)
- Lunette de Trois Chatel (1791)
- Lunette de Tousey (Fort Arçon, 1791)
- Lunette de Chaudanne (1791)
- Fort de Bregille (1825-1837)
- Fort de Beauregard (1841-1845)
- Fort de Chaudanne (1841-1845)
- Fort du Petit Chaudanne (1851)

Festungen, die während des
Deutsch- französischen Krieges 1870/71
errichtet wurden:

- Fort de l'Ouest des Buis (1870-1871)
- Fort de l'Est des Buis (1870-1871)
- Fort des Justices (1870-1871)
- Batterie du Rosemont ((1870-1871)
- Fort Donzelot (1871)

Festungen, die unter der Regie von
Séré de Rivières als Teil der
Barrière de Fer errichtet wurden:

- Fort Marulaz (1872-1878)
- Fort Neuf (1874-1878)
- Batterie Roland (1874-1878)
- Fort de Chailluz (1875-1878)
- Redoute de Chatillon le Duc (1875-1878)
- Batterie du Calvaire (1875-1878)
- Fort de Planoise (1875-1880)
- Fort des Montboucons (1877-1881)
- Batterie de l'Hopital (1887-1889
- Redoute de Palente (1878-1882)

Festungen, die als Teil der
Barrière de Fer, aber nach der
Brisanzgranatenkrise errichtet wurden:

- Batterie des Rattes (1883)
- Batterie des Epesses (1883)
- Ouvrage de la Crete (1888-1893)
- Ouvrage de Pugey (1890-1892)
- Batterie de au Bois (1891-1892)


Weitere Informationen:
KMZ-Download für Google-Earth.

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