Die russische Festung Modlin nordwestlich von Warschau

Der Zusammenfluss der Narew mit der Weichsel gut 50 Kilometer nordwestlich von Warschau war schon immer ein strategisch bedeutsamer Ort. Bereits im 16. Jahrhundert ließ der schwedische König Karl X. dort erste Befestigungsanlagen errichten. Das sogenannte Burgkansen war eine sternförmig befestigtes Feldlager, welches allerdings wenige Jahrzehnte später bei der Schlacht von Warschau wieder zerstört wurde. Danach blieb Modlin 150 Jahre unbefestigt.

Anfang des 19. Jahrhunderts unterjochte Napoleon Bonaparte weite Teile Europas und verfügte, die Stadt Modlin wieder militärisch auszubauen. Seinerzeit entstanden die heute teilweise noch vorhandenen Befestigungsanlagen direkt in der Stadt. Napoleons Herrschaft dauert allerdings nur wenige Jahre. Es folge der missglückte Russlandfeldzug, die Schlacht von Waterloo, die sein endgültiges Aus bedeutete und der Wiener Kongress von 1815, bei dem die europäischen Fürstenhäuser die Karte Europas neu zeichneten.

Polen wurde seinerzeit zwischen Preußen und dem russischen Zarenreich aufgeteilt. Es entstand zwar auch das sogenannte "Kongress-Polen" (es war der Nachfolger vom Herzogtum Warschau - einem Gebilde, welches Napoleon noch schuf), aber dies stand durch Personalunion eigentlich unter russischer Herrschaft. Bei Interesse: Karte des damaligen Kongress-Polen, externer Link.

Russische Festungstadt Modlin - Festung Nowogeorgiewsk

Aufnahme der Zentralkaserne im Herzen der Festung Modlin

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