Deutsche Festungen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert:

Deutsche Festungen in
Pommern, Posen, West- und Ostpreußen sowie Schlesien




"Andere Staaten besitzen eine Armee;
Preußen ist eine Armee,
die einen Staat besitzt."

Graf Mirabeau
1749 - 1791


Graf Mirabeau war ein einflussreicher französischer Politiker,
Schriftsteller und Publizist. Anlässlich des Todes des preußischen
Königs Friedrich II. beschrieb er die Besonderheit Preußens
mit den o.g. Worten.



Preußsiche Festungen in Pommern, West- und Ostpreußen sowie Schlesien

Das Königreich Preußen im 19. Jahrhundert und seine Provinzen

Das Königreich Preußen im 19. Jahrhundert und seine Provinzen

Das Königreich Preußen ragte weit in heutige Osteuropa hinein. Das galt auch noch für das Deutsche Kaiserreich und das Dritte Reich. Natürlich galt es, diese Gebiete militärisch zu sichern. Rund um strategisch wichtige Städte und Verkehrsknotenpunkte wurden zahlreiche Festungen errichtet.

Denkt man heute an Preußen, denken viele Menschen an den Militärstaat, dessen Grundlage der Kurfürst Friedrich Wilhelm (1640 – 1688) nach der immensen Verwüstung weiter Landstriche durch den Dreißigjährigen Krieg legte. Sein Enkel und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. (1713 – 1740) ging sogar als „Soldatenkönig“ in die Geschichtsbücher ein, indem er dem Staatswesen neu sortierte und der Gesellschaft einen soldatischen Stempel aufdrückte. Unter seiner Ägide wurde das Militär zum führenden Instrument der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Inneren des Landes. In der Rangfolge des Hofes standen beispielsweise hochgestellte Offiziere an der Spitze.

Diese Tradition führte sein Sohn fort: Friedrich II., den man auch „Der alte Fritz“ nannte (1712 – 1786). Die von ihm forcierte Ausweitung der Verwaltung und Wirtschaft diente dem Ausbau Preußens als Militärmacht. Ausgeschiedene Offiziere wurden konsequent als Beamte eingesetzt, so dass sich ein zum Gehorsam verpflichtetes Beamtentum herausbildete. Damit drangen militärische Tugenden in das öffentliche Leben ein und prägten dieses bis heute. Parallel dazu musste sich Preußen natürlich gegen seine Widersacher behaupten. Friedrichs II. führte das damals eher kleine und unbedeutende Preußen durch verschiedene Konflikte.

Preußen entwickelte sich nach und nach zu einer der fünf entscheidenden Mächte in Europa - neben Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland. Insbesondere die Nachbarschaft zu Österreich und Russland führte dazu, dass im Folgenden (Friedrich II. war zu der Zeit längst verstorben) die ostgrenzen des Königreichs für damalige Verhältnisse besonders stark befestigt wurden. Dann kamen die Napoleonischen Kriege und die Unterwerfung deutscher bzw. preußischer Regionen unter den Willen von Napoleon Bonaparte. Für Preußen war das eine schwierige Zeit. Spätestens seit dem Ende dieser Ära, den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1915 mauserte sich Preußen zu dem im deutschen Sprachraum bedeutendsten Militärmacht - wetteifernd mit Österreich und auch weiterhin seine Grenzen zum russischen Zarenreich schützen wollen. Das erklärt die vielen eindrucksvollen preußischen Festungen des 19. Jahrhunderts beispielsweise im heutigen Polen.


Weitere Informationen:

- Inventar preußischer Festungen in Polen. Externer Link, PDF.
- Festungspläne des Preußischen Kriegsministeriums. Externer Link.




Preußische Festungen in Osteuropa

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