Preußen und preußische Festungen

Denkt man heute an Preußen, denken viele Menschen zuerst an den Militärstaat, dessen Grundlage der Kurfürst Friedrich Wilhelm (1640-1688) nach den Verwüstungen durch den Dreißigjährigen Krieg legte. Sein Enkel und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. (1713-1740) ging sogar als „Soldatenkönig“ in die Geschichtsbücher ein, indem er dem Staatswesen neu sortierte und der Gesellschaft einen soldatischen Stempel aufdrückte. Unter seiner Ägide wurde das Militär zum führenden Instrument der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. In der Rangfolge des Hofes standen beispielsweise hochgestellte Offiziere an der Spitze.

Die Tradition führte sein Sohn fort: Friedrich II. Die von ihm forcierte Ausweitung der Verwaltung und Wirtschaft diente auch dem Ausbau Preußens als Militärmacht. Offiziere wurden nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst als Beamte eingesetzt, so dass sich ein zum Gehorsam verpflichtetes Beamtentum bildete. Damit drangen militärische Tugenden in das öffentliche Leben ein und prägten dieses bis heute. Parallel dazu musste sich Preußen auch gegen seine Widersacher behaupten. Friedrichs II. führte das damals eher kleine Preußen durch verschiedene Konflikte und zu späterer Größe.


Preußen entwickelte sich Ende des 18. Jahrhunderts und spätestens im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einer der fünf entscheidenden Mächte in Europa. Insbesondere die Nachbarschaft zu Österreich und Russland führte dazu, dass (Friedrich II. war zu der Zeit längst verstorben) die ostgrenzen des Königreichs stark befestigt wurden. Dann kamen die Napoleonischen Kriege und die Unterwerfung deutscher bzw. preußischer Regionen unter den Willen von Napoleon Bonaparte. Für Preußen war das eine schwierige Zeit. Spätestens seit dem Ende dieser Ära, den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1915 mauserte sich Preußen zu dem im deutschen Sprachraum bedeutendsten Militärmacht.


Weitere Informationen:

- Liste aller Preußischen Festungen des 18. und 19. Jahrhunderts.

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Preußische Festungen
18. und 19. Jahrhundert

Der "Alte Fritz" (1712-1786): Er war König von Preußen und Markgraf von Brandenburg. Während seiner Regentschaft führte er das damals eher kleine und unbedeutende Preußen durch etliche Kriege. Preußen entwickelte sich zu einer der fünf entscheidenden (Militär-) Mächte in Europa - neben Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland).

Angesichts der vielen Kriege bedurfte es auch etliche Festungen, die im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland, dem heutigen Polen oder Russland errichtet wurden. Sie waren wichtige preußische Symbole der Macht, aber auch zwingend, um die Landesverteidigung zu sicher.



Weitere Informationen:

- Wissenswert: Preußischer Festungsbau.
- Preußische Festungen in Deutschland und Osteuropa.





Festungen des Kaiserreichs
1871 - 1918

Noch während der Deutsch-französische Krieges wurde 1871 in Versaille das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Unter der Führung Kaiser Wilhelm I.. Er und sein Nachfolger Kaiser Wilhelm II. prägten den Festungsbau zum Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich. Unter ihnen verschob sich aber auch der Fokus. Während Preußen seine Grenzen zu Frankreich und Russland sicherte, konzentrierte sich das Kaiserreich auf die Westgrenze zu Frankreich und hier insbesondere auf die einst französischen Regionen Elsass und Lothringen, die seit Ende des 70er-Krieges von Deutschland annektiert wurden. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstanden hier modernste Panzerfestungen, die den Festungsbau bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs prägten.


Weitere Informationen:

- Wissenswert: Erster Weltkrieg.
- Wissenswert: Deutsche Panzerfestungen.
- Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen.


Festung


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