Der Adel mit seinen Burgen und Schlössern

Mit Ende des Deutschen Kaiserreichs unter Wilhelm II. kam auch das Ende des deutschen Adels. Mit Inkrafttreten der Weimarer Verfassung am 14. August 1919 hörte er auf zu existieren. Zweiundzwanzig Monarchien in Deutschland verloren auf einen Schlag die mit ihrem Titel verbundenen Privilegien. Es gab fortan kein Adelsstand mehr. Alle sind gleich und somit bürgerlich – juristisch gesehen. Gleichwohl durften die Familien ihre wohlklingenden Namen behalten das war ein Entgegenkommen.

Mit dem Verlust der durch den Adelsstand begründeten Privilegien verloren viele Häuser auch große Teile ihrer Besitztümer. So erging es beispielsweise der brandenburgisch-preußischen Linie der Hohenzollern-Dynastie, die den letzten deutschen Kaiser stellte. Sie verlor weitläufige Ländereien und damit auch wesentliche Einkünfte aus diesen.

Aber schauen wir in die vorherigen Jahrhunderte zurück: Der Adel beherrschte Deutschland und damit alle ihren Wohlstand und ihre Macht sahen, bauten sie sich trutzige Ritterburgen oder romantische Märchenschlösser. Historische Bauwerke, die heute die Menschen faszinieren. Alles in allem soll es heute noch 25.000 solcher Feudalbauten geben. Ungewöhnlich viel, was sich dadurch erklärt, dass Deutschland lange Zeit in viele Kleinstaaten bestand. Und jedes Herrschhaus wollte natürlich auch einen angemessenen Wohnsicht sein eigen nennen.

  • Festung Lichtenau - Bayern - Festung in Deutschland
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Was ist der Unterschied zwischen einer Burg und einer Festung?

Unter einer Burg versteht man im Allgemeinen eine mittelalterliche Verteidigungsanlage. Man errichtete sie an strategisch wichtigen und leicht zu verteidigenden Orten. Sie erfüllten mehrere Funktionen: Sie repräsentierten die Macht und den Reichtum der Herrschaft, waren Wohnsitz und Verteidigungsbollwerk in einem. Deutlich wird das beispielsweise daran, das mittelalterliche Burgen über einen Burgfried verfügen – er gleichzeitig die Wohnstätte der Adelsfamilie und letzter Rückzugsorg im Fall der Einnahme der Burg.

Mit dem Aufkommen erster Feuerwaffen im 14. Jahrhundert und insbesondere dem Einsatz erster Kanonen auf den Schlachtfeldern begann der Niedergang mittelalterlicher Burgen mit ihren hoch aufragenden Wehrmauern, die ein hervorragendes Ziel für die neu aufkommende Artillerie waren.

Im Gegensatz dazu dient eine Festung ausschließlich militärischen Zwecken. Der Begriff wurde erst im 16. Jahrhundert geprägt und geht auf das altdeutsche Wort „Veste“ zurück.

Der Bau neuer Festungen geht auch mit dem Aufkommen sogenannter „stehender Heere“ einher. Europäische Herrscherhäuser begannen nach und nach Truppen aufzustellen, die dauerhaft unter Waffen standen, jederzeit einsatzbereit waren und letztlich eine Unterkunft benötigten, die gleichzeitig als Verteidigungsbau diente. Festungen wurden natürlich auch an strategisch wichtigen Orten errichtet; man umgab Städte mit befestigten Anlagen oder errichtete sie an wichtigen Verkehrsknotenpunkten.

So wie der Niedergang der Burgen stark durch die Entwicklung der Artillerie beeinflusst wurde, unterlagen auch Festungen seit ihrem Aufkommen einem ständigen Veränderungsdruck – ausgeübt von Kriegstaktikten und ebenfalls den Möglichkeiten, die die Artillerie bot.

Kurzum: Festungen sind militärische Zweckbauten zur Unterkunft von Soldaten, Lagerung von Waffen und Gerät; sie dienten zur Verteidigung strategisch wichtiger Orte. Es gibt sie seit dem 16. Jahrhundert.

Dokumentation:

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