Atombunker der Bundesregierung in Ahrweiler

Im offiziellen Amtsdeutsch der Behörden wird diese riesige Bunkeranlage eigentlich Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktiontücktigkeit genannt. Und wie die werten Beamten nun halt mal so sind: Sie denken sich erst einen unmöglich und unmöglich langen Namen für eine Sache aus, um dann eine geistreiche Abkürzung zu nutzen. Sie lautet: AdVB.

Da es sich bei dem Ausweichsitz der Regierung (so wird der Atombunker auch oft genannte) eigentlich um eine geheime Anlage handelte, gab es im Verlauf der Zeit natürlich etliche Decknamen: Rosengarten, Dienststelle Marienthal oder THW-Anlage Marienthal. Ich glaube, dass wir uns an dieser Stelle nicht dem Irrglauben hingeben sollten, dass unsere Nachbarn im Osten nichts von dem Bauwerk und seiner Bestimmung wussten.

Den Namen hin oder her … es geht letztlich um eins: Im Fall eines Atomkrieges galt es, die sogenannten Verfassungsorgane unseres Landes (also zum Beispiel die Bundesregierung) vor den Folgen eines Atomschlages zu schützen. Daher errichtete man fünfundzwanzig Kilometer südlich von Bonn im Tal der Ahr und mit höchster Geheimhaltung einen Atombunker mit gigantischem Ausmaß. Grundstock der Anlage war ein alter Eisenbahntunnel. Ihn baute man nach und nach zu einem unterirdischen Führungssitz aus.


Deutsche Festungen

www.festungen.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Dennoch verwendet die Website Cookies, um Ihnen das beste Surf-Erlebnis zu ermöglichen und eine Reichweitenmessung durchzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.