Festungsbau im 19. und 20. Jahrhundert:

Festung Metz

Deutsche Festungen in Elsass-Lothringen
zwischen 1871 und 1918

Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht verstehen.
Wer die Gegenwart nicht versteht,
kann die Zukunft nicht gestalten.

George Santayana
1863-1952

Die Festungsstadt Metz

Metz ist eine Stadt mit gut 120.000 Einwohnern im Nordosten Frankreichs. Sie ist Hauptstadt des Départements Mosel und zugleich auch Hauptstadt der Region Lothringen. Die Stadt besitzt viele Schätze, ich kann jedem Interessierten einen Abstecher dorthin empfehlen. Es wird sich lohnen. Insbesondere Personen, die sich für Militär- und Festungsgeschichte interessieren, kommen hier auf ihre Kosten. Rund um die Stadt gibt es etliche Festungen, die Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Einige Festungen haben heute musealen Charakter. Andere wiederum – meist die, die etwas außerhalb der Stadt liegen – schlummern schon seit Jahren und sind im ursprünglichen Zustand noch recht gut erhalten.


Die Festungsstadt Metz bis 1970

Bauten von Sébastien Le Prestre Vauban

Die Geschichte von Metz als Festungsstadt begann nicht erst Ende des 19. Jahrhunderts, worauf ich mich nachfolgendend konzentriere. Bereits in den Jahrhunderten zuvor wurde die Stadt militärisch gesichert und fortifikatorisch ausgebaut. Einer der heute bekanntesten französischen Baumeister war Sébastien Le Prestre Vaubau. Er lebte zwischen 1633 und 1707 und diente unter dem sogenannten Sonnenkönig Ludwig XIV.. Etliche seiner Bauten gelten heute als Weltkulturerbe. Und er erhielt von Ludwig XIV. auch den Auftrag, Metz militärisch zu sichern. Seinerzeit entstand rund um den Stadtkern eine bastionäre Befestigungsanlage, die dann in den folgenden Jahrhundert stetig erhalten und erweitert wurde.

>> Sébastien Le Prestre Vauban.
>> Bastionäre Befestigungen.

Historische Karte von Metz

Karte Metz - Festung rund um Metz - Frankreich

Historische Karte von Metz mit den Vaubau-Befestigungen rund um den Stadtkern und den später von Séré de Rivières geplanten und teilweise erbauten Festungen.

Bauten von Séré de Rivières

Später dann - in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts erhielt General Séré de Rivières von der französischen Regierung den Auftrag, Metz zu einer modernen Festung auszubauen. Seine Pläne sahen vor, dass ein der Stadt vorgelagerter Festungsgürtel diese schützen soll. Dabei sollte es sich um einzelne Forts handeln. Revières konnte seine Pläne allerdings nicht in die Tat umsetzen. Er begann mit dem Bau verschiedener Anlagen, konnte sie aber wegen des inzwischen ausgebrochenen Deutsch-französischen Krieges nicht vollenden. Dann - nach Ende des Krieges, 1971 - fiel Metz an das deutsche Kaiserreich und Revières wurde mit anderen Bauprojekten zur Verteidigung Frankreichs beauftragt.

>> Barrière de Fer.

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Deutsche Festungen rund um Metz zwischen 1871 und 1914

Der 70er-Krieg und seine Folgen

Als Folge des Deutsch-französischen Krieges 1870/71 annektierte das junge deutsche Kaiserreich wichtige französische Grenzregionen und fasste sie zum Reichsland Elsass-Lothringen zusammen. Metz war zwar nicht die Hauptstadt dieses Verwaltungsgebiets (das wurde Straßburg), aber zweifelslos die wirtschaftlich bedeutendste Metropole in der Region. Die Stadt mit seiner verkehrsgünstigen Lage hatte für das Kaiserreich hohe Bedeutung. Von hier aus gab es Bahnstrecken nach Thionville, Luxemburg, Nancy, Saarbrücken, Verdun, Reims und nicht zu vergessen Straßburg und selbstredend Paris.

Historische Ansichtskarte - Metz

Historische Ansicht der Stadt Metz.
Der Bahnhof mit der alten Post.


Vor dem 70er-Krieg hatte Metz etwas mehr als 40.000 Einwohner, von denen nicht einmal 2.000 die deutsche Sprache als ihre Muttersprache angaben. Die Mehrheit der dortigen Bevölkerung hatten französische Wurzeln. Insofern verwundert nicht, dass viele von ihnen – nämlich knapp ein Drittel – während der nächsten Jahre ihre Heimat verließen.

Gleichzeitig siedelten sich immer mehr Deutsche an. Die Entwicklung wurde nicht zuletzt dadurch gefördert, dass das Kaiserreich in und um Metz mit einen Bauboom auslösten. Es wurden Kasernen zur Unterbringung der Soldaten benötigt. Und man baute innerhalb kurzer Zeit den Festungsring rund um die Stadt massiv aus. Innerhalb weniger Jahre wandelte sich so die überwiegend französischsprachige Stadt Metz durch Zuwanderung und Stationierung von deutschen Beamten und Militärs zu einer mehrheitlich deutschsprachigen Metropole. Eine Volkszählung zur Jahrhundertwende ergab, dass im Stadtgebiet Metz knapp 80% Deutsch angaben. Innerhalb weniger Jahre war Metz also Deutsch geworden.

Die sogenannte Kanonenbahn wurde bereits Ende des
19. Jahrhunderts errichtet und war eine direkte Bahnverbindung zwischen Berlin und Metz.

Ausbau von Metz zur Festungsstadt

Die Generalität des Kaiserreichs und der deutsche Kaiser Wilhelm II. selbst sahen in Metz in erster Linie seine militärische Bedeutung. Die Stadt lag wenige Kilometer von der neuen deutsch-französischen Grenze entfernt und verfügte über ein gut ausgebautes Schienennetzt mit Anschluss an deutsche Bahnzubringer. Beides war im Fall einer militärischen Operation von Bedeutung. In gewisser Weise – nur aus anderem Blickwinkel – schrieben die Franzosen kurz vor Ausbruch des 70er-Krieges Metz die gleiche Bedeutung zu. Sie begannen kurz vor dessen Ausbruch mit dem Ausbau der Stadt zu einer Festung. Die Bauvorhaben mussten aber wegen des Krieges jäh unterbrochen werden.

Das Kaiserreich wiederum setzte diese direkt nach der Annexion fort – meist auf Basis der französischen Baupläne. Es galt die Regionen Elsass und Lothringen militärisch zu sichern und dabei kam Metz als Verkehrsknotenpunkt eine Schlüsselstellung zu.

Historische Karte - sie zeigt die Festungsstädte Metz sowie Thionville auf deutscher und Verdun bzw. Toul auf französischer Seite. Beide fühlten sich vom jeweils anderen bedroht.

Historische Karte - sie zeigt die Festungsstädte Metz sowie Thionville auf deutscher und Verdun bzw. Toul auf französischer Seite. Beide fühlten sich vom jeweils anderen bedroht.
Quelle der Karte: The Americans in the Great War - V2 The Battle of Saint Mihiel von 1915 / Autor: Michelin & Cie


Nach Fertigstellung des ersten Festungsgürtels rund um die Stadt, der ja – wie bereits erwähnt – vorwiegend aus Festungen französischer Handschrift bestand, bauten die Deutschen einen weiteren Verteidigungswall. Diese Festungen sollten sich jedoch deutlich von den bisherigen Werken unterscheiden. Denn inzwischen hatte sich die Artillerietechnik sprunghaft weiterentwickelt. Es gab Geschütze mit deutlich höherer Reichweite und Treffgenauigkeit und es kamen Sprenggranaten auf. Beides zusammen stellte für alle damaligen Festungen (alter Bauart) eine ernste Bedrohung dar. Das galt übrigens nicht nur für die Festungen rund um Metz, sondern für alle Festungen in Europa.

Der Schlieffen-Plan von 1905

Erster Weltkrieg - Schlieffenplan von 1905

Der Schlieffenplan von 1905 sah im Fall eines Krieges mit Frankreich vor, dass sich die deutschen Truppen über Belgien der französischen Hauptstadt nähern. In dem Fall hätten die Festungen rund um Metz die direkte deutsch-französische Grenze schützen müssen.


Einen weiteren Schub beim Ausbau der Stadt Metz zu einem nicht einnehmbaren, militärischen Stützpunkt kam im Jahr 1905: Generalfeldmarschall von Schlieffen entwickelte den sogenannten Schlieffenplan.

Gedanklicher Ausgangspunkt war, dass sich Deutschland in Europa von potenziellen Feinden eingekreist sah – allen voran die Franzosen, den Engländern und insbesondere den Russen. Im Fall einer erneuten kriegerischen Auseinandersetzung rechnete man also mit einem zermürbenden Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland. Der Schlieffenplan von 1905 reagierte darauf und entwickelte eine Militärstrategie, damit umzugehen. Er sah vor, dass ein schneller Krieg mit Frankreich über Belgien geführt werden sollte, um sich dann – nachdem man den Erzfeind im Westen schnell besieht hat – Russland die Stirn bieten kann. Zum Gelingen des Schlieffenplan war es jedoch notwendig, dass das Reichland Elsass-Lothringen als Bollwerk diente, damit französische Truppen nicht von hier aus in Deutschland einmarschieren können. Das gab abermals einen Schub, Metz als wuchtige Festungsstadt auszubauen, denn der Schlieffenplan wurde zur offiziellen Militärstrategie im Fall eines erneuten Krieges.


Impressionen aus dem Inneren der Festungen:
- Festungen, die vor 1890 erbaut wurden.
- Festungen, die nach 1890 erbaut wurden.


Weitere Informationen:
- Historische Ansichtskarten von Metz.
- Historische Landkarten von Metz.





Festung Metz


Festung Metz - alle Festungen im Überblick (interaktiver Lageplan)

Festungen rund um Metz - Karte
Die deutsche Feste Alvensleben / Groupe fortifé Plappeville - Metz - Frankreich

Festung Alvensleben

Festung Metz - Feste Prinz Friedrich Karl - Groupe fortifié St. Quentin - deutsche Festung bei Metz

Festung Friedrich Karl

Festung Metz - Panzerbatterie Plappeville

Batterie Plappeville

Frankreich - Deutsche Festungen rund um Metz - Infanteriewerk I der Feste Lothringen - Festung Metz

Festung Lothringen

Steinbruch-Stellung - Festungen rund um Metz

Steinbruch-Stellung

Deutsche Festung - Feste Leipzig - Festung rund um Metz - Frankreich

Feste Leipzig

Festung Metz - Kehlgrabenstreiche Infanteriewerk West der Feste Kaiserin - Groupe fortifié Jeanne d'Arc - Metz - Frankreich

Feste Kaiserin

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Feste Kronprinz

Festung Metz - Feste Haeseler (Werk Sommy) - Groupe fortifié Verdun - Metz - Frankreich

Feste Haeseler

Frankreich - Deutsche Festungen rund um Metz - Infanteriewerk I der Feste Lothringen - Festung Metz

Festung Lothringen

Feste Wagner - Infanteriekasematte des westlich gelegenen Infanteriestützpunkts Seille (Point d'appui de la Seille)

Feste Wagner

Festung Metz - Feste Luitpold - Groupe fortifié l'Yser - Metz - Frankreich

Feste Luitpold

Festung Metz: Feste Freiherr von der Goltz - Groupe fortifié de la Marne - Metz - Frankreich

Feste von der Goltz

Festung Metz: Feste Freiherr von der Goltz - Groupe fortifié de la Marne - Metz - Frankreich

Feste von der Goltz

Festung Metz - Feste Manteuffel - Fort Saint Julien - Metz - Frankreich

Fort Manteuffel

Infanteriewerk Mey - Ouvrage d'infanterie Champagne - Fort Champagne

Infanteriewerk Mey

Infanteriewerk Chesny - Süd - Metz - Frankreich

Infanteriewerk Chesny Süd

Infanteriewerk Chesny Nord - Ouvrage d'infanterie Chesny nord

Infanteriewerk Chesny Nord

Festung Metz - Sieben Zwerge - Infanteriewerk Bois-la-Dame

Infanteriewerk Bois-la-Dame

Festung Metz - Infanteriewerk Marival - Sieben Zwerge

Infanteriewerk Marival

Infanteriestützpunkt Vaux

Festung Metz - Batterie du Canal - erster Festungsring rund um Metz

Batterie du Canal

Festung Metz - Steinmetz-Kaserne - Kommandantur von Metz

Steinmetz Kaserne

Festung Metz - Feste Hindersin - Fort Gambette - Metz - Frankreich

Fort Hindersin

Festung Metz - Fort Goeben | Fort Queuleu - Metz - Frankreich

Fort Goeben

Infanteriestützpunkt Saint Hubert - Metz - Frankreich

Infanteriestützpunkt St. Hubert

Infanteriewerk Belle-Croix

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Feste Prinz August
von Württemberg

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Horimont-Befestigung
(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Batterie
Sainte-Barbe

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Batterie
Lemmersberg

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Batterie
Mont

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Batterie d'Ars

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Infanterieraum
St. Anne

(noch nicht besucht)

Infanteriestellung Froidmont - Moselstellung - Erster Weltkrieg

Infanteriestellung Froidmont

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Batterie Crépy

(noch nicht besucht)

Feste Kronprinz - deutsche Panzerfestung bei Metz

Fort Kameke

(noch nicht besucht)

Die Stadt Metz galt lange Zeit als die am stärksten befestigte Stadt in Europa. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden rund um die Metropole zwei Festungsringe, die hier dargestellt werden. Viele dieser Werke sind heute in Vergessenheit geraden und schlummern im Wald. Sie sind Zeugen längst vergangener Zeiten und Kriege.



Festung Metz zwischen 1914 und 1918

Metz war bis 1914 vom Kaiserreich zu einem militärisch bedeutenden Vorposten des Deutschen Reichs auf ehemals französischem Boden ausgebaut worden. Obwohl die Stadt inzwischen mehrheitlich deutschsprachig war und dort mehr als 13.000 Militärangehörige lebten, stellten die nationalpolitischen Gegensätze eine Belastung dar. Das Misstrauen gegenüber der französischsprachigen Bevölkerung war groß. Mit Ausbruch des Krieges wuchsen die Konflikte in Metz. Die von den Franzosen erwartete Loyalität beanspruchte die Stimmung in der Stadt.

Wie wird von zeitgenössischen Autoren häufig als gereizt und von Misstrauen geprägt beschrieben. Ab 1914 mussten auch alle nicht deutschsprachigen Zeitungen eingestellt werden, was die Lage nicht verbesserte. Man ging sogar soweit, dass ab Mitte 1915 öffentliche Konversation in französischer Sprache ein Verbrechen darstellt und unter Strafe stand. Der Druck auf die französischstämmigen Bevölkerungsschichten war enorm. Es folgte eine zweite Abwanderungswelle, so dass Metz zweitweise wie eine vom Militär beherrschte Stadt im deutschen Reichsgebiet wirkte.

Eine Bedrohung der Stadt durch französische Truppen gab es zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Natürlich versuchten die Franzosen in den ersten Kriegstagen die Regionen Elsass und Lothringen zu erobern. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt wie waffenstarrend die Stadt war. Aber im Ersten Weltkrieg war wenig normal: Also gab es Angriffe der Franzosen in der Nähe von Metz, es folgen Gegenangriffe der Deutschen und irgendwann erstarrten die Fronten – wie an der gesamten Westfront.

Weitere Informationen:
Alle Festungen rund um Metz.



Festungen Metz: Der erste Festungsring rund um die Stadt

Festung Metz


Festung Metz im Zweiten Weltkrieg: 1944 -die Schlacht um Metz

Zwischen 27. August und 13. Dezember 1944 tobten rund um Metz schwere Kämpfe zwischen den US-amerikanischen Truppen und deutschen Einheiten. Sie waren der blutige und verlustreiche 'Höhepunkt' der Schlacht um Lothringen. Die US-Armee unter dem Befehl von Generalleutnant George S. Patton teilte sich kurz zuvor. Ein Teil rückte weiter in Richtung Nancy vor, weil Patton mit der Befreiung der Stadt beauftragt wurde. Die restlichen Einheiten bewegten sich weiter auf Metz zu. Sie rechneten mit keiner übermäßigen Gegenwehr beim Vormarsch auf die Stadt. Für alle Truppenteile war die Versorgungslage recht problematisch. Man war knapp an Vorräten, Treibstoff und Munition.

Den US-Truppen gegenüber stand die 17. SS-Panzergrenadier-Division und in der Stadt selbst befand sich außerdem noch eine Ausbildungsdivision unter anderem mit Flakbatterien und Panzerabwehrgeschützen. Obendrein war es der Wehrmacht gelungen, einige der Festungsgeschütze wieder funktionstüchtig zu machen. Sie waren zu wuchtig, so dass man sie - im Gegensatz zur Bewaffnung anderer Festungen - in den letzten Jahren nicht für den Einsatz an anderer Stelle abtransportiert hatte.

Letztlich unterschätzten die US-Truppen die Lage. Denn ihnen gegenüber lag die am stärksten befestigte Region entlang der westdeutschen Grenze. Dazu zählten die alten deutschen Festungen aus dem 19. Jahrhundert, die rund um Metz wacht hielten. Dann folgten die Festungen der Maginot-Linie, die die Deutschen ebenfalls zur Verteidigung nutzen konnten. Last but not least war da noch der just im Herbst 1944 modernisierte Westwall.

Bei Ankunft seiner Truppen am westlichen Ufer der Mosel brachten sich die Deutschen in Stellung und nutzten dabei insbesondere die Festungen Haeseler, Kronprinz und Kaiserin für ihren Schutz bzw. zur Verteidigung des Moselübergangs. Hitler erklärte Metz zu einer „Festung“, die bis zur letzten Kugel verteidigt werden sollte.

Der erste Versuch der US-Truppen im September 1944 Metz einzuschließen und die Verteidiger damit zum Rückzug zu zwingen, scheiterte an ungünstigem Wetter und dem massiven Abwehrfeuer der Festungsgeschütze. Selbst massiver Artilleriebeschuss durch amerikanische Truppen und Angriffe aus der Luft mit Kampfbombern konnten die Deutschen nicht zum Aufgeben bewegen. Sie verschanzten sich im Schutze der massiven Festungen, die gut fünfzig Jahre zuvor in der Kaiserzeit dort errichtet wurden. Als dann am 7. November 1944 die GIs abermals angriffen, konnten sie im Norden endlich einen Brückenkopf bilden und im Süden die Seille überqueren. Am 19. November schloss sich dann die Zange um die Stadt. All dann die Vorräte der Deutschen, die sich in den Festungsanlagen verschanzt hatten zur Neige gingen, ergaben sie sich nach und nach.

Die schweren Kämpfe um Metz forderten auf deutscher Seite 3.800 gefallene Soldaten. Weitere 7.904 Soldaten wurden verwundet.

Weitere Informationen:
Chronik der Kämpfe um Metz

Festung Metz


Festungen Metz: Der zweite Festungsring rund um die Stadt

Festung Metz


Festung Metz: Zusammenfassung

Die Stadt Metz wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Deutschen Kaiserreich zu einer der mächtigsten Festungsstädte in Europa ausgebaut. Denn für das deutsche Militär war Metz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der innerhalb des 1871 entstandenen Reichsland Elsass-Lothringen, welches aus den gleichnamigen französischen Regionen entstand, eine zentrale Bedeutung hatte. Die Festungen wurden in zwei Festungsringen rund um die Stadt erreichtet. Festungen des ersten Rings galten eher als veraltet, konnte aber im Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung einigermaßen effektiv wirken. Die Festungen des zweiten Festungsrings galten im Gegensatz dazu als sehr modern. Die Deutschen setzten hier neue Konzepte bei der Errichtung von Festungen um. Unterm Strich galt Metz eine der wuchtigsten Festungsstädte in ganz Europa.

Ironie der Geschichte: Keine Festung rund um Metz griff im Verlauf des Ersten Weltkriegs entscheidend in Kampfhandlungen ein. Die meisten Festungen gaben im Verlauf der Kriegsjahre sogar keinen einzelnen Schuss ab. Im Gegensatz dazu wurden die Festungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs heftig umkämpft. Obwohl sie schon maßlos veraltet waren, leisteten sie der deutschen Wehrmacht bei der Schlacht um Metz wertvolle dienste und brachten die US-Truppen förmlich zur Verzweiflung. Aus der Not heraus belegten diese die Festungen mit schwersten Beschuss, den die Bunker meist standhielten.

Weitere Informationen:
Download - KMZ aller Festungen für Google-Earth.


TOP-16: Festungen rund um Metz

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