Panzerfestungen rund um Metz

Festungen rund um Metz - Karte

Festungen rund um Metz - Karte

Am Beispiel der Festung Metz mit seinem ersten, aus "traditionellen Festungen" bestehenden Festungsring, die allesamt vor 1890 errichtet wurden, und seinem zweiten Festungsring, der ausschließlich aus modernen Panzerfestungen besteht, die nach 1890 bzw. mehrheitlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, sieht man es gut:

Die Reichweite moderner Geschütze bedingt, dass eine wirkungsvolle Festungsfront vom zu schützenden Ort nicht unter fünf als auch nicht über zehn Kilometer entfernt sein sollte. Dabei bilden die einzelnen Artilleriewerke (der einzelnen einzelnen Panzerfestungen) den Eckpfeiler der Verteidigung. Sie bilden im Fall eines Angriffs zusammen eine durchgehende Panzerfront - dazu im nächsten Abschnitt mehr. Interessanterweise spricht man hier in der historischen Literatur von der "treffenden Gliederung". Im Fall der Festung Metz bildeten die treffende Gliederung also die Artilleriewerke der Panzerfestungen des zweiten Festungsrings um die Stadt - fokussiert man sich auf den Westen von Metz also die Werke der Festungen Lothringen, Leipzig, Kaiserin, Kronprinz und Haeseler.

Sie wiederum wurden unterstützt durch rückwärtige Linien - dem sogenannten Reservesystem. Dies sichert die Erhaltung der Verteidigungsfront. Als Reservestellungen dienten die alten Forts des ersten Festungsgürtels von Metz. Bezogen auf den Westen der Stadt wären das das Fort Alvensleben, die moderne und ebenfalls mit Panzertürmen ausgestattete Batterie Plappeville vor allem die Feste Friedrich-Karl, die auch über zwei Panzertürme (ältere Modelle) verfügte, sowie die Festung Prinz von Württemberg und das Fort Kameke. Die älteren Festungen (hier insbesondere Fort Alvensleben) bezog man nicht in die aktive Verteidigung (also den aktiven Feuerkampf) mit ein, weil sie baulich nicht den Anforderungen der Zeit entsprach. Sie galt als veraltet und hätte einem Beschuss mit modernen Sprenggranaten nicht lange widerstehen können.

Wer jetzt nach der Rolle der Infanterie fragt, spricht einen wichtigen Punkt des Konzepts an. Die Verteidigung einer modernen Panzerfestung bzw. einer geballten Panzerfront (bestehend auch der Feuerkraft mehrerer Festungen) oblag der Artillerie. Die Infanterie hatte dabei eine eher untergeordnete, wenn auch sehr wichtige Aufgabe - dazu später mehr.




Historische Literatur zum Thema:

- Julius Meyer: Angriff und Vertheidigung moderner Panzerbefestigungen, 1892
- Julius Meyer: Metz durch Panzerfronten verteidigen, 1894

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