Festungsbau im 19. Jahrhundert:
Belgien - Festung Lüttich

Fort de la Chartreuse

  • Land: Belgien | Lüttich

  • Lage: 50°37'56.39"N 5°35'54.02"E

  • Erbaut: 1817 - 1823

Fort de la Chartreuse

Das alt-ehrwürdige Fort de la Chartreuse in Lüttich ist etwas in die Jahre gekommen. Der lange Leerstand und die vielen ungebetenen Gäste taten das Übrige. Errichtet wurde es zwischen 1817 und 1823, vom Vereinigten Königreich der Niederlande, die damals über die Region herrschten.

Bereits bei seiner Fertigstellung war das Fort de la Chartreuse allerdings schon veraltet. Die Entwicklung der Artillerie war seinerzeit so rasant, dass man während des Baus gar nicht mit der gebotenen Eile darauf hätte reagieren zu können. Eigentlich sollte das Fort zusammen mit der Zitadelle auf der anderen Seite der Maas die Stadt schützen sollen. Doch durch die Einführung neuer Kanonen mit deutlich gesteigerter Reichweite, konnte es seine Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Da man sich aber auf einen befürchteten Angriff Frankreichs vorbereiten wollte, mussten zum Schutz der Stadt vor den Toren eben dieser zwölf weitere (modernere) Festungen errichtet werden. Dieser Festungsring galt lange Zeit als uneinnehmbar – bis die kaiserliche Armee in den ersten Kriegsmonaten des Jahres 1914 die Stand förmlich überrannten. Das Fort de la Chartreuse diente den deutschen Truppen damals als Gefangenenlager.


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