Festung
Rocca di Radicofani
in der Toskana

Italienische Burg, die 978 n. Chr.
errichtet wurde und lange Zeit den sog.
"Gentleman-Banditen" beherbergte.

Festung Rocca di Radicofani


Mitten im Naturpark Val d’Orcia nahe Siena in der Toskana befinden sich die eindrucksvollen Überreste der mittelalterlichen Festung Rocca di Radicofani. Viele Besucher halten Sie für eine der erstaunlichsten Festungen in der gesamten Toskana. Ob so oder so … die Festung wurde im Jahre 978 n. Chr. errichtet, wobei die Wurzeln einzelner Gebäude deutlich älter sind. Als Bauplatz wählte man einen 896 Meter hohen Hügel, von dem man beste Aussichten auf die Landschaften in der Umgebung hat. Von hier aus kann man bis zu den Apenninen, dem Trasimeno und dem Bolsena See blicken. Das war auch notwendig, dann die Region war im Mittelalter von militärischer Bedeutung. Immerhin befindet sich Rocca die Radicofani mitten im Grenzland zwischen der Toskana und Latium.

Ursprünglich bestand die Festung aus zwei Mauern, die die eigentliche Burg umgaben. Die äußere Mauer war fünfeckig. Die innere Umwallung wiederum was dreieckig – jeweils mit einem Turm an jeder Spitze. Diese sind heute allerdings allesamt zerstört.

Einer der wohl bekanntesten Bewohner von Rocca di Radicofani war Messer Ghino di Tacco, den man heute auch den Gentleman-Banditen nennt. Er lebte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Er war tyrannisch und grausam. Doch in gewisser Weise hatte er auch Erbarmen mit seinen Opfern. Eine besondere Vorliebe hatte Ghino di Tacco für Reisende und Pilger auf ihrem Weg nach Rom. Er überfiel sie aus dem Hinterhalt, erkundigte sich nach deren Habseligkeiten, um diese dann vollständig an sich zu nehmen. Milde war er, weil er die derart Erleichterten am Leben ließ und ihnen nicht selten ein Festmahl auf seiner Burg anbot. „Seine Burg“ müsste man dabei auch so verstehen, dass er sich diese einige Jahre zuvor selbst gewaltsam aneignete. Das war schon ein militärisches Meisterstück, denn Rocca di Radicofani galt zu der Zeit wegen seiner starken Befestigung als uneinnehmbar. Führten ihn seine Raubzüge auf die umliegenden Ländereien, plünderte er diese selbstredend auch aus. Doch er ließ den Bauern immer das, was sie zum Überleben benötigten. Nett … oder?!


Festung Rocca di Radicofani - Italien - Toskana

Festung Rocca di Radicofani - nahe Siena in der Toskana




Wissenswert.

Ich gab mir Mühe und versuchte die Geschichte des Festungsbaus mit wenigen Worten zusammenzufassen. Dabei konzentriere ich mich auf die preußischen Festungen Ende des 19. Jahrhunderts.

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Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen Festungen rund um Metz erfahren möchtest, lade Dir die KMZ für Google Earth herunter. Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.

Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

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