Festungen
rund um Verdun


Festungen, die zwischen 1971 und 1918 in Frankreich
zum Schutz vor dem Deutschen Kaiserreich
errichtet wurden.


Die Menschheit ist verrückt geworden.
Was für ein Massaker!
Dieser Horror, dieses Gemetzel.
Ich finde keine Worte,
um meine Eindrücke wiederzugeben.
So furchtbar kann nicht einmal die Hölle sein.

Alfred Joubaire
französischer Leutnant
gefallen bei Verdun / 1916



Verdun - Untergang der Menschlichkeit


Erster Weltkrieg:
Am 21. Februar 1916 begann bei Verdun eine deutsche Offensive, die den Kriegswillen des Erzfeindes Frankreich untergraben und ihn an einer empfindlichen Stelle schwächen sollte. 26 Millionen Sprenggranaten und 100.000 Giftgasgranaten gingen bis zum Ende der Schlacht - am 20. Dezember 2016 - auf engstem Raum nieder. Es war eine Materialschlacht bisher nicht bekanntem Ausmaß. An einem Tag wurden so viele Granaten verschossen, wie im gesamten Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Und wen die Granaten nicht hinraffen konnten, erledigte der Gegner mit seinen modernen Maschinengewehren. Schreckliche Verletzungen von Körper und Seele, unaussprechliches Leid und allgegenwärtiges Sterben war der ständige Begleiter aller Soldaten in den Schützengräben. Ihre Lebenserwartung lag bei wenigen Tagen. Wen der Feind nicht vernichten konnte, der wurde irre und stumpfte ab, so dass er die Realität nicht mehr wahrnahm.

Die Schlacht von Verdun war nicht die verlustreichste Auseinandersetzung im Ersten Weltkrieg. Und sie war auch nicht die wichtigste Schlacht von zentraler, strategischer Bedeutung. Sie war aber die Schlacht, die sich im Bewußtsein der Menschen als Sinnbild für Unmenschlichkeit und unendliches Leid eingebrannt hat.


Wie kam es zur Schlacht von Verdun?

ERster Weltkrieg - Verlauf der Westfront Ende 1915

Der Verlauf der Westfront
und die von den Deutschen beherrschten Gebiete gegen Ende 1915.

Nach anfänglichen Erfolgen deutscher Truppen und den damit verbundenen Raumgewinnen, drehte sich im September 1914 das Kriegsgeschehen. Mit der ersten Schlacht an der Marne (5. bis 12. September 1914) gingen die Franzosen und Engländer endgültig in die Offensive. Doch beide Seiten waren ähnlich stark, so dass niemand einen entscheidenden Vorteil erringen konnte. Die Fronten schienen zu erstarren. Und auf den Schlachtfeldern starben unzählige Menschen in den Schützengräben. Die deutsche Heeresleitung war in großer Not, denn sie brauchte unbedingt einen Veränderung der Lage. Man suchte eine Stelle, um den Franzosen einen entscheidenden Schlag versetzen zu können.

Konkret heißt das in der Logik des Ersten Weltkriegs: Man plante eine Abnutzungsschlacht, damit der Feind ausbluten kann. Als Schlachtfeld gab es eigentlich nicht so viele Alternativen. An der Westfront (auf Höhe Belgien) wurde 1915 intensiv gerungen. Das Eröffnen eines neuen Kriegsschauplatzes in den Vogesen erschien nicht sinnvoll. Also entscheid man sich für die Festungsstadt Verdun.

Die beiliegende Karte zeigt den Verlauf der Front gegen Ende 1915. Man kann gut sehen, dass Verdun bisher "verschont" blieb. Die Front machte einen großen Bogen um die Stadt und die etlichen Festungen (der Barrière de Fer), die sie schützen sollen. Hier muss es sich nun entscheiden hier sollte der Feind ausgeblutet werden. Was für eine wahnwitzige und unmenschliche Idee!


Ills ne passerount pas!


Bei der Schlacht um Verdun konnten in den zehn Monaten des blutigen Kampfes weder die Deutschen noch die Franzosen nennenswerte Geländegewinne verzeichnen. Einige Festungen wechselten wiederholt die Seite ... aber letztlich blieb alles wie es anfangs war. Und dafür mussten Hunderttausende ihr Leben lassen oder waren für ihr kommendes Leben schwer gezeichnet. Allerdings gelang es der französischen Armee, die Deutschen durch den zermürbenden Stellungskrieg davon abzuhalten, in das eigene Hinterland einzudringen. Nicht ohne Grund lautete der Wahlspruch der Franzosen bei Verdun "Ills ne passerount pas!" (Sie kommen nicht durch!). Letztlich rang man um die Festungen, die einen Ring um Verdun bildeten und die Stadt sicherten.


Festungsring um Verdun


Schematische Darstellung der beiden Festungsringe

der französischen Armee um die Stadt Verdun zum
Zeitpunkt des Ersten Weltkriegs.

Festung Verdun

Festungen rund um Verdun

Schematische Darstellung der Barrière de Fer - Frankreich zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914

=> Barrière de Fer
erdacht und erbaut von
General Séré de Rivières

Die französische Stadt Verdun an der Maas wurde in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg massiv befestigt. Sie war wichtiger Bestandteil der neuen Festungs- und Verteidigungslinie Barrière de Fer, die die Franzosen nach dem verlorenen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 durch den Festungsbaumeister Séré de Rivières errichten ließen.

Zunächst wurden rund um die alte Garnisons- und Festungsstadt Verdun einzelne Forts entlang der Maashänge errichtet - alles in allem waren es elf seinerzeit sehr moderne und massiv ausgebaute Festungen auf der rechten und weitere zehn Festungen auf der linken Seite der Maas. Das Fort de Douaumont war die größte und am stärksten befestigte Anlage von ihnen. Ab 1900 wurden weitere Infanteriewerke (frz: Ouvrages) und zahlreiche Batterien zwischen den Fort gebaut, um die Verteidigungsfähigkeit weiter zu verbessern.


Festungen rund um Verdun, die ich bisher besuchte

    • festung, verdun, frankreich, Fort, Vaux,

      Fort de Vaux

    • festung, fort, Génicourt, verdun, frankreich,

      Fort de Génicourt

    • festung, verdun, frankreich, Fort, Douaumont,

      Fort de Douaumont

    • festung, verdun, frankreich, fort, Sartelles ,

      Fort des Sartelles

    • festung, fort, Landrécourt, verdun, frankreich,

      Fort de Landrécourt



Wissenswert.

Bei Youtube habe ich eine zweiteilige
Dokumenation über die Schlacht von Verdun gefunden.
Ich kann Sie dir nur empfehlen, denn es werden
Hintergründe und Ereignisse gut erläutert.

    • LINK: FILM

Wenn Du die konkrete Lage der einzelnen
Festungen rund um Verdun erfahren möchtest,
lade Dir die KMZ für Google Earth herunter.
Ich rate Dir aber zu äußerster Vorsicht bei Besuchen.

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