Exkurs:
Soldaten des Erster Weltkrieg



Wer seine Schwiegermutter totschlägt, wird geköpft.
Das ist ein uralter verständlicher Brauch.
Wer aber Hunderttausende umbringt,
erhält ein Denkmal.

Erich Kästner
1899-1974



Die Soldaten des Ersten Weltkriegs


Bisher näherte ich mich dem Ersten Weltkrieg eher von der geschichtlichen Seite. Eines ist dabei viel zu kurz gekommen. Die Soldaten. Das Leben dieser Männer – waren es nun Deutsche, Franzosen, Engländer oder anderer Nationalität – wurde durch den Ersten Weltkrieg geprägt und verändert. Dabei ist gleichgültig, ob sie als hohe Offiziere oder einfache Soldaten in den Krieg zogen. Sie litten unter den unmenschlichen Grausamkeiten dieses Krieges. Anfängliche Begeisterung wich schnell der Realität. Die Schlachtfelder verlangte von ihnen täglich den Einsatz ihres Lebens. Wie Geschütze und Munition wurden sie lediglich als Kriegsmaterial angesehen. Der Tod war ihr ständiger Begleiter.

Im Ersten Weltkrieg starben mehr als neun Millionen Soldaten. Unter ihnen waren zwei Millionen aus Deutschland, fast 1,5 Millionen aus Österreich-Ungarn, über 1,8 Millionen Russen und 1,3 Millionen Franzosen. Außerdem gab es auf allen Seiten viele Millionen Verwundete – Menschen, die zeitwährend gezeichnet waren.

Die nachfolgende Galerie zeigt einige von Ihnen. Sie entstanden meist kurz bevor sie ins Feld zogen. Und sie dienten den Liebsten in der Heimat als Erinnerung. Einige kamen lebend nach Hause – viele von ihnen verloren auf den Schlachtfeldern in Europa ihr Leben. Die meisten Bilder sind von deutschen Soldaten. Doch einige von Ihnen zeigen Franzosen oder Engländer – den damaligen Erzfeinden Deutschlands. Man kann (wenn man genau hinschaut) die unterschiedliche Uniform erkennen. Doch letztlich sind sie alle gleich. Geschundene des Krieges.




Ich kann diesen Teil der Wahrheit über den Ersten Weltkrieg leider nicht aussparen. Ein Großteil der stolzen Soldaten, die sich – bevor sie ins Feld zogen – für die Familie fotografieren ließen, kehrt nicht mehr zurück. Von Verdun wird beispielsweise berichtet, dass ganze Kompanien in der Schlacht aufgerieben wurden. Und nicht selten ereilte die Soldaten der Tod bereits auf dem Weg zur vordersten Front.

Es gibt Berichte, dass von einer Kompanie, die 170 Mann umfasste, gerade einmal 17 im Schützengraben ankamen. Die übrigen Kameraden fielen dem heftigen Artilleriefeuer, unter denen die Zugangswege lagen, zum Opfer. Glückliche von ihnen erlebten eine Beerdigung und man widmete ihnen einen Gedenkstein. Aber eigentlich war der Tod namenlos … Soldatengräber oder gar Ehrengräber gab es für sie nicht.




Wissenswert.

Außerdem empfehle ich Dir diese
zweiteilige Dokumenation über den .
Ersten Weltkrieg, die ich bei Youtube
fand. Sie ist sehenswert - wenn auch grausam.

    • LINK: FILM

Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

    • LINK: WISSENSWERTES