Festungen
rund um Thionville


Deutsche Festungen,
die zwischen 1971 und 1918 im sogenannten
Reichsland Elsass-Lothringen errichtet wurden.


Lügen können Kriege in Bewegung setzen,
Wahrheit hingegen kann ganze Armeen aufhalten.

Otto von Bismarck
1815-1898



Thionville - Festungsstadt in Frankreich


Im Nordosten Frankreichs liegen die beiden militärhistorisch bedeutenden Städte Metz und Thionville (eine Zeit lang von den Deutschen als Diedenhofen genannt). Beide Städte hatten für die Pläne des Deutschen Reichs eine große Bedeutung.

Festungsring um Thionville (Diedenhofen) - deutsche Festungen in Frankreich

Schematische Darstellung:
Deutsche Festungen rund um Thionville

Man glaubte, dass im Fall einer erneuten kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Deutschland und seinem "Erzfeind Frankreich" die Umsetzung des Schlieffen-Plans den schnellen und nachhaltigen Sieg bringen würde. Dieser Plan wurde 1905 vom Generalfeldmarschall von Schlieffen entwickelt.

Er sah vor, die französischen Truppen bzw. das französische Kernland nicht direkt an der deutsch-französischen Grenze (also dem Reichsland Elsass-Lothringen) anzugreifen, sondern einen Umweg über Belgien zu nehmen, um den gegnerischen Truppen von dort aus in den Rücken zu fallen. Dazu war es natürlich notwendig, dass die direkte deutsch-französische Grenze standhielt. Hier kamen dann die Städte Metz und Thionville ins Spiel.

Beide Städte waren strategisch extrem wichtig, weil sich hier Verkehrswege kreuzten, die einerseits die Deutschen gebraucht hätten, um im Verlauf des Krieges schnell große Mengen an Menschen und Material an die Front zu bringen bzw. die Franzosen ihrerseits zu gleichem Zwecke beansprucht hätten. Letzteres galt es zu verhindern.

Also errichtete das deutsche Militär zuerst rund um die Stadt Metz einen umfassenden Festungsgürtel. Anschließend folgte Thionville. Der Ausbau der dortigen Festungsanlagen erfolgte zwischen 1900 und 1914 - also bis kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Alles in allem errichtete man drei große Festungen und verzichtete - anders als in Metz oder Straßburg - auf etliche kleinere Zwischenwerke, die zusätzlich die Fläche sichern sollten. Die Anlagen wurden allesamt nach dem Vorbild moderner deutscher Festungen errichtet (siehe Geschichte des Festungsbaus), bei denen beispielsweise die einzelnen Bauten verteilt um Gelände errichtet werden und die Artillerie mit massivem Stahl geschützt wurde. Vorbild für diese Festungsanlagen waren die Feste Kaiser Wilhelm II bei Straßburg oder die Feste Kaiserin bei Metz.


Feste Koenigsmachern

Feste Koenigsmacher - Festung bei Thionville - Frankreich


Die Feste Koenigsmachern (später Groupe fortifié de Koenigsmacker) wurde ab Juni 1908 errichtet. Die Feste wurde auf einer Anhöhe einen Kilometer südlich der Mosel erbaut. Sie hatte die Aufgaben, den Moselverlauf zu sichern, die Höhen oberhalb von Cattenom sowie die Eisenbahn nach Luxemburg und Trier.
=> Feste Koenigsmachern

Feste Obergentringen

Festungen um Thionville - Feste Obergentringen


Die Feste Obergentringen (später Groupe fortifié de Guentrange) ist eine um 1900 erbaute Festung. Mit ihr sollte die Höhe Obergentringen (318 Meter über NN, vier Kilometer nordöstlich der Mosel) gesichert werden. Bis 1912 wurde die Feste weiter ausgebaut.

=> Feste Obergentringen


Natürlich besuchte ich auch die dritte Festungen, die bei Thionville errichtet wurde - nämlich die Feste Illingen (frz. Groupe fortifié d’Illange). Sie wurde ab 1905 errichtet und hatte die Aufgabe, den Moselverlauf südlich von Thionville und die Mündung der Orne zu sichern. Von dieser Festung nahm ich nur wenige Bilder mit - sie ist heute Bestandteil eines kleines Parks vor den Toren der Stadt. Viel ist von ihr nicht mehr zu sehen.



Wissenswert.

Ich gab mir Mühe und versuchte die lange
Geschichte des Festungsbaus mit wenigen Worten
zusammenzufassen. Dabei konzentriere ich mich
auf die preußischen Festungen Ende des 18. Jahrhunderts.

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Ich habe auch eine eigene Dokumentation über den
Ersten Weltkrieg erstellt. Meiner Ansicht nach
ist diese wichtig, um Inhalte der Homepage geschichtlich
entsprechend und richtig einzuordnen.

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