Fort Moltke


Das Fort Moltke gehört zum
Festungsgürtel rund um Straßburg.
Es wurde zwischen 1872 - 1874 errichtet.

Französischer Name:
Fort Rapp



Generalfeldmarschall von Moltke

Generalfeldmarschall von Moltke
war Initiator und Namengeber
dieser Festung.




Fort Moltke

Fort Moltke ist eines von 14 Werken, welches die Preußen nach dem Deutsch-Französischen Krieg rund um Straßburg errichteten. Initiator und Namensgeber war Generalfeldmarschall von Moltke – einer der führenden Generäle der damaligen Zeit im deutschen Kaiserreich. Vorbild für die Anlage waren die Biehlerschen Einheitsforts, eine Erfindung der Preußen, um schneller und effektiver neue Festungen errichten zu können. Letztlich handelt es sich dabei um ein einheitliches Bauschema.

Fort Moltke

Fort Moltke ist eines von 14 Werken, welches die Preußen nach dem Deutsch-Französischen Krieg rund um Straßburg errichteten. Initiator und Namensgeber war Generalfeldmarschall von Moltke – einer der führenden Generäle der damaligen Zeit im deutschen Kaiserreich. Vorbild für die Anlage waren die Biehlerschen Einheitsforts, eine Erfindung der Preußen, um schneller und effektiver neue Festungen errichten zu können. Letztlich handelt es sich dabei um ein einheitliches Bauschema.

Die Festung umfasst eine Grundfläche von viereinhalb Hektar und wurde zwischen 1872 und 1874 in der üblichen Steinbauweise errichtet. Als Baumaterial diente überwiegend Sandstein aus den Vogesen. Die Arbeiter (es waren 2.000 an der Zahl) organisierte sich das Militär meist in Italien - so jedenfalls die Schilderungen des französischen Führers, der mir die Festung zeigte. Das Fort konnte bis zu 800 Mannschaften plus 15 Offiziere fassen. Ihnen standen 220 Unterkünfte zur Verfügung. Da es damals keine motorisierten Fahrzeuge gab, waren auch Stallungen für Pferde vorhanden. Selbstredend gab es auch eine große Küche, Bäckerei oder einen umfassenden medizinischen Bereich. Einzig die Toiletten waren etwas gewöhnungsbedürftig. Auf jeder Außenseite des Fort gab es eine lange Reihe an Plumpsklos ... das war es. Nix mit Wasserspülung oder so.


Eigentlich war das Fort Moltke bei seiner Einweihung schon veraltet und militärisch nur noch als Unterkunft aber nicht mehr zur Verteidigung der Stadt zu gebrauchen. Denn just in dieser Zeit machte die Waffen- und insbesondere Artillerietechnik einen großen Sprung. Moderne Geschütze mit einem gezogenen Lauf konnten über große Distanzen hinweg Sprenggranaten verschießen, die gemauerte Gebäude (also auch Festungen) in Schutt und Asche legen konnten. Dies ist auch der Grund, warum einige Jahre später vom deutschen Kaiser der Bau einer neuen und modernen Großfestung westlich von Straßburg befohlen wurde – der Feste Kaiser Wilhelm II..


Kennzeichnend für das Fort Moltke ist meiner Ansicht nach, dass sämtliche Räumlichkeiten - sowohl die Unterkünfte für die Mannschaften als auch alle "Funktionsräume" - unter der Erde sind. Es gibt zwar Fenster, um nach draußen zu schauen, aber dies auch nur im oberen (also ebenerdigen) Stockwerk. Aber selbst die Räume im sog. Erdgeschoss sind dick übermauert und mit einer Erdschicht bedeckt. Ich hätte gedacht, dass man die Stuben über eine nach oben offene Galerie erreichen kann - ähnlich der des Fort Landrécourt bei Verdun oder insbesondere dem Fort Villey-le-Sec bei Toul. Sie wurden immerhin zur (fast) gleichen Zeit errichtet. Falsch. Die Biehlerschen Einheitsforts sahen dies nicht vor. Letztlich zum Schutz der Soldaten, denn über einen solch nach oben offenen Zugang hätten auch gut und gern gegnerische Granaten eindringen können, um dann großen Schaden anzurichten.

Die Artilleriebewaffung bestand aus 18 Kanonen der Kaliber 90 mm bis 150 mm plus zeitweise weitere Mörser mit 210 mm Kaliber. Außerdem wurden das Fort und der es umgebende Graben von mehreren Revolverkanonen des Herstellers Hotchkiss gesichert.

Eigentlich war das Fort Moltke bei seiner Einweihung schon veraltet und militärisch nur noch als Unterkunft aber nicht mehr zur Verteidigung der Stadt zu gebrauchen. Denn just in dieser Zeit machte die Waffen- und insbesondere Artillerietechnik einen großen Sprung. Moderne Geschütze mit einem gezogenen Lauf konnten über große Distanzen hinweg Sprenggranaten verschießen, die gemauerte Gebäude (also auch Festungen) in Schutt und Asche legen konnten. Dies ist auch der Grund, warum einige Jahre später vom deutschen Kaiser der Bau einer neuen und modernen Großfestung westlich von Straßburg befohlen wurde – der Feste Kaiser Wilhelm II..


Während des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918 diente das Fort Moltke als Munitions- und Ausrüstungsdepot. Teilweise nutzten es die Deutschen sogar als Kriegsgefangenenlager. Irgendwie "praktisch", denn ungebeten kommt man weder in das Fort hinaus oder hinaus. Nach Ende des Ersten Weltkriegs fiel die gesamte Region, die vom deutschen Kaiserreich als Reichsland Elsass-Lothringen bezeichnet wurde, wieder an Frankreich. Das Fort wurde umbenannt und hieß fortan Fort Rupp. Und man gliederte es in die Planungen der Maginot-Linie ein. Das 226. Infanterieregiment war hier in Friedenszeiten stationiert.